lange nacht der utopie

in einem satz: eine sehr schöne und engagierte themenverfehlung

 

 

als begeisteter folgender der intitiative des kepler salons der jku linz hatte die ankündigung der langen nacht der utopie eine sofortige anmeldung zur folge, auch wenn die anreise aus tirol dann doch bei der derzeitigen deutschen urlaubs-flüchtlingswelle eine

herausforderung ist

 

gratulation zur absolut perfekten organisation und durchführung hier von meiner seite. diese veranstaltung war für mich eine sehr gute vorlage für zukünftige veranstaltungen dieser art.

kurzkritik

und wie war es dann? nun, hier schreibt eine nun gespaltene persönlichkeit. nein, eine "lange" nacht der "utopie" war es bis auf den "durchführungsprozess" nicht;  bereits das sehr schöne programmheft lies bei mir zweifel aufkommen.

 

der auftakt durch den derzeit "intergalaktischen" chorus sine nomine bewirkte den sicher gewollten moderaten schockeffekt im sehr bürgerlichen puplikum; die um 19:00 uhr noch starke hitze erhöhte die startende atonalität, die dann dem aus 1968 entstandenen chapter 7 doch noch in inszenierung und durchführung gut ablaufenden stücks.

 

die darauf folgenden darbietungen des chors haben mich zum bleiben und absoluten genießen bewegt.

 

die vortragende dörte lyssewski brachte sehr professionell bürgerliche verklärung der letzten 200 jahre zum besten, herr blom erinnerte uns daran, dass karten nur lügen und in brechender stimme quälte sich frau fritsch an ihren textversuchen. utopie? fehlanzeige!

hiermit die empfehlung die aufnahme anzusehen

 

trotzdem einen großen dank für diese initiative, denn dieses modell der durchführung hat vielleicht das potential als rollenmodell für ähnliches; die teilweise anwesende jugend wurde mit literatur beglückt und zu guter letzt war es einfach ein schöner abend